
Mit einem festlichen Abend im historischen Gürzenich hat die Sparkasse KölnBonn den Auftakt ihres Jubiläumsjahres gefeiert. Rund 850 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft kamen zusammen, um den Beginn des 200-jährigen Bestehens des Geldinstituts zu würdigen. Doch im Mittelpunkt der Veranstaltung stand nicht allein die lange Geschichte der Sparkasse – vielmehr präsentierte sich das Institut als moderne, gesellschaftlich engagierte Partnerin der Region.
Vorstandsvorsitzender Ulrich Voigt machte in seiner Ansprache deutlich, welchen Anspruch die Sparkasse KölnBonn mit ihrem Jubiläum verbindet. „Sparkassen sind keine Banken wie alle anderen. Unsere Gewinne fließen nicht an Aktionäre oder Mitglieder, sondern kommen den Menschen hier vor Ort zugute – als Bürgerdividende“, betonte Voigt. Gerade im Jubiläumsjahr wolle man dieses Prinzip sichtbar machen und die Verbundenheit mit Köln und Bonn weiter stärken. Allein im vergangenen Jahr seien rund 19 Millionen Euro in mehr als 4000 Projekte in der Region geflossen – von Bildungsinitiativen über Sportförderung bis zu kulturellen und sozialen Projekten. Auch Dr. Ralph Elster, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse KölnBonn, hob die besondere Rolle des Instituts hervor. Als öffentlich-rechtliche Sparkasse gehöre das Haus den Bürgern der beiden Städte und verstehe sich als Bank für alle Menschen.
Ein Höhepunkt des Abends war die groß angelegte Spendenaktion zugunsten gemeinnütziger Projekte aus Köln und Bonn. Jeder Gast erhielt vier Münzen im Wert von jeweils 25 Euro, die direkt an verschiedenen Ständen im Gürzenich gespendet werden konnten. Dort präsentierten sich Vereine, Initiativen und soziale Projekte auf einem eigens eingerichteten „Marktplatz des Engagements“. Zusätzlich überraschte die Sparkasse alle Gäste im Nachgang mit einem weiteren Gutschein über 100 Euro, der auf der Crowdfunding-Plattform „hiermitherz.de“ eingelöst werden kann.
Darüber hinaus startete das Institut eine Verdoppelungsaktion: Jede Spende bis 500 Euro auf der Plattform wird von der Sparkasse verdoppelt – bis das bereitgestellte Aktionsbudget von 200 000 Euro ausgeschöpft ist. Insgesamt fließen damit zum Jubiläumsauftakt mehr als eine halbe Million Euro in gemeinnützige Projekte der Region.
Einen besonderen Fokus legt die Sparkasse KölnBonn in diesem Jahr auf das Thema Bildung. Im Rahmen der Veranstaltung wurden gleich zwei neue Initiativen vorgestellt. Mit der „Miniphänomenta“ bringt die Stiftung Wissen der Sparkasse KölnBonn künftig naturwissenschaftliche und technische Experimente direkt an Grundschulen in Köln und Bonn. Kinder sollen dort spielerisch MINT-Phänomene entdecken und ausprobieren können – von Magnetismus bis zu Bewegungskräften. In den kommenden Jahren sollen bis zu 250 Schulen von dem Angebot profitieren.
Auch ein weiteres Projekt soll Bildungszugänge erleichtern: Ab dem kommenden Schuljahr startet ein sogenannter „Bildungsbus“, den Schulen kostenfrei buchen können. Damit sollen Klassen unkompliziert Bildungs- und Kultureinrichtungen in Köln und Bonn besuchen können, ohne dass Lehrkräfte den organisatorischen Aufwand der Anreise übernehmen müssen. Die Idee dazu entstand im Rahmen der Initiative „100 Ideen für Köln“ und wird nun konkret umgesetzt.
Die Oberbürgermeister beider Städte würdigten die Bedeutung der Sparkasse KölnBonn für die Region. Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester bezeichnete das Institut als wichtigen wirtschaftlichen Stabilitätsfaktor – etwa bei der Förderung des Breitensports, der Finanzierung von Wohnraum oder der Unterstützung der regionalen Gründerszene. Bonns Oberbürgermeister Guido Déus hob insbesondere die Rolle der Sparkasse in Krisenzeiten hervor. Ob bei der Unterstützung nach der Flutkatastrophe an der Ahr, bei Hilfsprojekten für ukrainische Kriegsflüchtlinge oder beim Einsatz für Demokratieprojekte – die Sparkasse habe immer wieder Verantwortung für die Menschen in der Region übernommen.
Der Abend im Gürzenich markierte dabei erst den Beginn zahlreicher weiterer Veranstaltungen und Aktionen im Jubiläumsjahr 2026. Geplant sind Projekte, Begegnungen und kulturelle Formate, die sich nicht nur an Kunden, sondern an die gesamte Stadtgesellschaft richten. So wurde bereits beim Auftakt deutlich, welches Selbstverständnis die Sparkasse KölnBonn auch nach 200 Jahren vermitteln möchte: wirtschaftliche Stabilität mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden – und dabei nah bei den Menschen der Region zu bleiben.






Titelbild: Das Motto der Veranstaltung lautete „200 Jahre Füreinander Hier“.