Kölner Zoogeflüster mit Faultier Yono, jungen Löwen und einem Krokodil, das nach Melbourne zog
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Kölner Zoogeflüster

Kölner Zoogeflüster

Rund 10 000 Tiere aus über 750 Arten sind im Kölner Zoo zu Hause. Täglich gibt es neue, spannende, lustige, gemütliche, süße, wilde, liebevolle, bärige, fröhliche, kuriose, exotische, spektakuläre, kleine und große, aber immer tierisch gute Geschichten rund „öm de Diercher“.

Kleines Faultier heißt „Yono“ 

Das kleine Faultier im Kölner Zoo hat jetzt einen Namen: „Yono“ heißt es, nach­dem das Geschlecht des im November 2025 geborenen Nachwuchs-Stars ermittelt werden konnte. Die Bestimmung erfolgte mit einer Haarprobe, die der Zoo zuvor in ein Labor eingeschickt hatte. Den Namen „Yono“ wählte die Klosterfrau Group aus, die die Patenschaft für Kölns wohl tiefen­ent­spann­testen Neubürger in Verbindung mit ihrer Schlaf­marke „Oyono“ über­nommen hat und den Zoo finanziell unterstützt. „Yono“ lebt im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ und wiegt aktuell knapp 1000 Gramm. Er nimmt stetig zu und frisst besonders gern gekochtes Gemüse wie Möhren oder Sellerie. 

Junge Löwen auf der Außenanlage

Die drei Ende November 2025 geborenen Asiatischen Löwen sind ab sofort regelmäßig zusammen mit der elfjährigen Mutter „Gina“ auf der Außen­anlage des Kölner Löwen-Bereichs zu sehen. Es handelt sich um zwei Weibchen und ein Männchen. Die Weibchen heißen „Prija“, was auf Alt-Indisch so viel wie „die Geliebte“ bedeutet, und „Reeva“, übersetzt „der Stern“. Das Männchen wurde von den Tier­pfleger­innen auf den Namen „Zohan“, „Geschenk Gottes“, getauft. Vater ist der neun­jährige Kater „Navin“, der ebenfalls mit auf der Anlage zu sehen ist. Beide Eltern­tiere kümmern sich vorbildlich und füllen ihre Rolle sehr gut aus.

Kölner Zoo top-platziert

Auszeichnung für den Kölner Zoo: Rund 70 000 Menschen haben an einer jüngst ausge­werteten, bundes­weiten Umfrage von Parkscout, dem wichtigsten Infor­mations­portal der Freizeit­branche, teil­ge­nommen. In der Kategorie der Zoolo­gischen Gärten wählten die Teil­nehmer den Kölner Zoo auf Platz zwei. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeich­nung. Das Urteil basiert auf einer großen, deutschland­weiten Gäste-Befragung. Dadurch ist ein sehr direktes und ungefiltertes Meinungs­bild entstanden. Dies macht diese Top-Platzierung für uns umso wertvoller“, betont Zoo­vorstand Christopher Lands­berg. Abgestimmt werden konnte unter allen Zoos in Deutschland. Ausschlag­gebend war das Urteil der Zoogäste in einer Online-Befragung.

 

Große Schweinerei

Buntes Zehner-Pack: Auf dem Clemenshof sind zehn Ferkel zur Welt gekommen. Die Männchen sind klar in der Überzahl, denn es handelt sich um acht männliche und zwei weibliche Tiere. Sie zählen zur bedrohten alten Nutz­tierrasse der Schwäbisch-Hällischen Schweine. Mutter „Elfriede“ hat bereits mehrere Würfe erfolgreich groß­gezogen. Vater des quick­fidelen „Zehners“ ist der imposante Zuchteber „Eberhardt“, der schon oft im Kölner Zoo für Nachwuchs bei den beliebten Schwäbisch-Hällischen gesorgt hat. Schweine brauchen exakt drei Monate, drei Wochen und drei Tage, bis sie ihre Ferkel zur Welt bringen. So ist es auch bei den Schwäbisch-Hällischen Land­schweinen. Charakter­istisch stechen ihre schwarzen Köpfe, Hälse und Hinterbeine hervor. Manche Tiere sind auch komplett schwarz.

Erstmals Springratte geboren

Premiere: Im Madagaskar­haus Kölner Zoo ist ein Jungtier bei den sehr seltenen Madagaskar-Springratten zur Welt gekommen. Vater von „Noely“ ist der zwei­ein­halb­jährige „Ako“, der 2024 aus einem tschech­ischen Zoo nach Köln gekommen war. Die fast zwei­jährige Mutter „MJ“ ist ebenfalls 2024 nach Köln gezogen. Sie stammt aus dem Zoo der britischen Kanal­insel Jersey. Ziel des Zusammen­zugs war die Nach­zucht bei dieser leider vom Aussterben bedrohten Art. Mit dem Jungtier wurde die Mission im Zoo der Domstadt erfolgreich erfüllt. Madagaskar-Spring­ratten sind die größten Nager, die auf der vor Ostafrika gelegenen Insel vorkommen. Ihr Lebens­raum sind Trocken­wälder. Sie sind nachtaktiv und bewohnen ein System aus unter­irdischen Höhlen und Gängen. 

 

Männlicher Doppelpack

Unter Experten gelten Bantengs als schönste aller Rinderarten. Im Kölner Zoo kam das männliche Kälbchen „Manik“ zur Welt. Ihm leistet sein vor drei Monaten geborener Halb­bruder „Nio“ Gesellschaft – „Rinderkinder“ im Doppel­pack also auf der Kölner Banteng-Anlage. Die Banteng-Kälbchen sind gut sichtbar für die Zoo-Gäste im Außen­bereich der Anlage unterwegs. Vater ist der neunjährige Bulle „Buddy“. Er kam aus dem Zoolo­gischen Garten Berlin nach Köln. „Buddy“ ist ein imposantes Tier mit typisch schwarzer Fellfarbe. „Maniks“ elfjährige Mutter „Ornella“ stammt aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn. Bantengs sind bedrohte asiatische Wildrinder. Der Bestand wird heute auf noch 4000 bis 8000 Tiere geschätzt. Sie leben unter anderem auf den großen Inseln Indonesiens, allerdings in vielen kleinen, verstreuten Popula­tionen. Tendenz abnehmend.

 

Kölsches Krokodil zog nach Melbourne

Das Kölner Philippinen­krokodil-Weibchen „Pangalawa“ – abgekürzt „Pangi“ – ist für den Arten­schutz in den Zoo von Melbourne, Australien, gezogen. Denn „Pangi“ soll bald mit Melbournes 27-jährigem Philippinen­krokodil-Mann „Luzon“, dessen Weibchen vor einiger Zeit verstorben ist, für Nachwuchs sorgen. Ziel ist der Erhalt dieser hoch­bedrohten Art, von der es laut Experten-Schätzung nur noch rund 100 wildlebende Tiere gibt. „Pangi“ war erst das zweite jemals in Europa geschlüpfte Philippinen­krokodil, woher auch der Name „Pangalawa“ („die Zweite“) seinen Ursprung hat. Das Team um Kölns Aquariums­kurator Prof. Dr. Thomas Ziegler, der auch das Erhaltungs­programm für Philippinen­krokodile in Europa leitet, ist zuversicht­lich: „Wir gehen fest davon aus, dass ,Pangi‘ und ,Luzon‘ schon bald in Australien für Nachwuchs sorgen.“
 

Frühjahr 2026
Fotos: Kölner Zoo

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