Blau und Orange im Rampenlicht
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Blau und Orange im Rampenlicht

Blau und Orange im Rampenlicht

50 Jahre Große Braunsfelder KG
Jubiläums­gala voller kölscher Seele im Gürzenich

Mit einer festlichen Gala feierte die Große Braunsfelder KG ihr 50-jähriges Bestehen im Gürzenich und setzte ein Ausrufe­zeichen für gelebtes Brauchtum, Vereins­leben und kölsche Lebens­freude. Schon beim Eintreffen der über 400 Gäste wurde deutlich, dass dieser Abend mehr sein wollte als ein klassischer Festakt. Vertreter aus vielen Kölner Gesell­schaften und aus der Festkomitee-Spitze sowie zahlreiche Ehren­gäste aus Politik, Wirtschaft und Karneval folgten der Einladung in die „gute Stube“ der Stadt. Der Gürzenich, seit Jahr­hunderten Bühne für große städtische Momente, bot dafür den idealen Rahmen.

Auftakt mit Haltung: „Die Weiße Rose“

In ihren Vereinsfarben Blau und Orange blickte die Gesell­schaft auf eine bewegte Geschichte zurück – von ihren Anfängen als Brauns­felder Sparverein bis hin zu einer festen Größe im Kölner Fastel­ovend. Präsident Rainer Tuchscherer erinnerte in seiner Ansprache an den Weg der KG, die sich über Jahrzehnte hinweg zwischen Tradition und moderner Vereins­arbeit etabliert hat. „50 Jahre hat es gedauert, bis wir endlich zu einer Gala in den Gürzenich einladen konnten“, zeigte er sich erfreut.

Nach einem musika­lischen Auftakt mit JP Weber und Trompeter Michael Kuhl überbrachte Bürger­meisterin Teresa De Bellis-Olinger die Glück­wünsche der Stadt Köln, ebenso sprach der neue Fest­komitee-Präsident Lutz Schade. Zuvor hatte Ehren­garde-Präsident Hans-Georg Haumann eine launige Laudatio auf die Geburts­tags­gesell­schaft gehalten: „Blau-Orange hat nichts mit dem Zustand der Mitglieder zu tun. Mich erinnert dies eher an das blaue Mittel­meer und einen frisch servierten Aperol Spritz“, meinte er augenzwinkernd.

Ein Buch als Vermächtnis: Die neue Chronik der Gesellschaft

Weiterhin nutzte die Große Braunsfelder die Gelegenheit, die neu erschienene Chronik der Gesell­schaft zu präsentieren, die von Karnevals­fachmann Frank Tewes verfasst wurde. Jeder Gast erhielt dieses hoch­wertig gestaltete Werk als Geschenk für zu Hause – ein unge­wöhn­liches, aber umso eindrucks­volleres Zeichen der Wert­schätzung. Das Buch umfasst erstmals die komplette Historie der KG und richtet einen Blick auf ihre Geschichte, der weit über reine Dokumentation hinausgeht. Es erzählt nicht nur Daten und Stationen, sondern zeichnet das lebendige Bild einer Gemein­schaft, die den Kölner Karneval über Jahrzehnte mitgeprägt hat. 

Die bei der Gala vorgestellte Chronik der Großen Brauns­felder KG kann sogar im Buch­handel erworben werden. Erschienen ist das Buch im Kölner Marzellen Verlag.
50 Jahre Grosse Braunsfelder KG von 1976 e. V.
Autor: Frank Tewes, 268 Seiten, Hardcover, 17 cm x 24 cm
ISBN 978-3-98969-017-2

Kölsche Legenden auf der Bühne

Musikalisch wurde der Abend zu einer Zeitreise durch fünf Jahr­zehnte kölscher Musik­geschichte. Ein eigens zusammen­gestellter „Legenden-Stammtisch“ mit Micky und Bubi Brühl (Paveier), Erry Stoklosa und Bömmel Lückerath (Bläck Fööss), Peter Kempermann (Rabaue), Marita Köllner („Fussich Julchen“ und Julie Voyage brachte zahlreiche Größen der Szene auf die Bühne. In wechselnden Besetz­ungen wurden Klassiker von Bläck Fööss, Paveiern, Höhnern, Räubern, Marie-Luise Nikuta, Renate Fuchs und vielen weiteren Künstlern interpretiert – ein emotionaler Streifzug durch das musikalische Gedächtnis der Stadt. Das Publikum verwandelte den Gürzenich zeitweise in einen großen kölschen Mitsing-Chor. Als Evergreens wie „Drink doch eine met“, „Mir sin kölsche Mädcher“, „Hände zum Himmel“ oder „Echte Fründe“ erklangen, wurde aus Erinnerung gelebter Moment.

Neben der Unter­haltung stand vor allem eines im Mittelpunkt: Dankbarkeit. So griffen die Reden des Abends vor allem die Rolle der Ehren­amtlich­keit im Karneval auf und würdigten das Engagement der Mitglieder. Die Brauns­felder seien, so der Tenor, ein Beispiel dafür, wie stark eine Gemeinschaft wachsen kann, wenn sie über Jahre hinweg mit Herzblut getragen wird.

Jubiläumsgala voller kölscher Seele im Gürzenich